B-Wurf
Wurftag: 18.02.2007
nach
Apollo vom Hause Zerrath & Bassia du Haut des Monts
Unterwegs nach Draussen:
Fünf stramme Welpen wurden geboren, in der Zeit von 1.07 Uhr bis 4.40 Uhr,
es sind vier Mädchen und ein Rüde mit einem Gesamtgewicht von 1.690g.
Alle sind wohlauf und bedienen sich eifrig an der Milchbar.
Und das sind die neuen Stargäste bei “de l’amie à FaceRase”
Welpenentwicklung 1. Woche – 18.02. – 24.02.2007
Unsere fünf Welpen befinden sich in der vegetativen Lebensphase. “Vegetativ” bedeutet:
“Betrifft das autonome Nervensystem, das unwillkürlich,
nicht beeinflussbar, den Funktionen zur Erhaltung des Organismus dient.”
Das heißt, die Welpen folgen bei allem was sie tun ihrem Instinkt, sie liegen, meistens eng beieinander in ihrem Lager, schlafen und während des Schlafes sieht man viele unwillkürliche Zuckungen. Durch diese Zuckungen werden die Nervenstränge trainiert, suchen sich sozusagen ihre Verbingungswege von den Körperteilen zum Gehirn.
Wenn die Mutter das Lager betritt, dann spüren die Welpen dies anhand der schon funktionierenden Sinne: sie riechen und sie spüren Wärme und Erschütterung. Und sofort wird die Suche nach der mütterlichen Zitze ausgelöst. Hierbei können wir innerhalb dieser ersten Woche schon einen gravierenden Fortschritt erkennen, was die Schnelligkeit des Suchens angeht. Haben sich die Welpen in den ersten Tagen noch oft in die falsche Richtung bewegt, wuseln sie jetzt schon äußerst zielstrebig und schnell zur Wärme- und Nahrungsquelle.
Bassia kann ihre Welpen allein mit Muttermilch gut ernähren.
Um eine weiterhin dauerhafte Milchleistung zu garantieren, bekommt sie momentan ca. das vierfache ihrer normalen Futtermenge. Sie lebt also quasi im Schlaraffenland!
Aber dafür muss sie ihre Welpen auch mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen, die sie aus dieser Nahrung erhält – und es sollte für sie selbst auch noch etwas übrigbleiben. Hierbei kommt besonders dem erhöhten Bedarf an Kalzium in Verbindung mit Phosphor große Bedeutung zu: Eine ernsthafte Erkrankung der säugenden Hündin ist die Eklampsie. Hierbei entsteht ein akuter Zusammenbruch des Kalziumstoffwechsels sowie des Vitamin-
und Hormonhaushalts der Hündin. Das wünscht sich kein Züchter, hieße es doch, dass die Hündin von ihrem Wurf getrennt werden müsste um ihr eine weitere Belastung zu ersparen.
Nachstehend ein kleiner Vergleich der Zusammensetzung von Hundemilch zur Kuhmilch:
| z.B. | Hundemilch | Kuhmilch |
| Fett |
9,0% |
3,8% |
| Protein |
8,0% |
3,3% |
| Mineralstoffe |
0,9% |
0,7% |
| Kalzium |
0,28% |
0,12% |
| Phosphor |
0,24% |
0,10% |
| kcal/kg |
1261 |
600 |
Viel gibt es über die einzelnen Welpen noch nicht zu berichten.
Die Kleinste ist momentan Bassienne, die anfangs mehr als die vier anderen abgenommen hat und dann nur zögerlich zugelegt hat. Sie ist ihren Geschwistern jetzt um immerhin ca. 100g hinterher, nimmt jetzt aber auch ordentlich zu, so dass kein Grund zur Sorge besteht.
Unsere wilde Hummel ist Bjoula, die dicke Tante ist nach wie vor BelleFleur, der Winzling – wie schon erwähnt – ist Bassienne, BeauJacques ist sowieso der Bub’ und Bayelle – tja, die ist einfach süüüüß
Welpenentwicklung – 2. Woche – 19.02. – 03.03.2007
Wir sind immer noch in der vegetativen Lebensphase unserer fünf Welpen. Und dementsprechend wenig hat sich bisher verändert. Die Welpen sind nach wie vor hauptsächlich mit schlafen und trinken beschäftigt. Eine unerwartet große Veränderung allerdings hat es in dieser Woche doch gegeben: Die Welpen haben ihre Augen geöffnet! Ganz schnell war Bjoula, die uns bereits am 7. Tag mit offenen Augen überrascht hat! Eine unerwartet große Veränderung hat es allerdings in dieser Woche doch gegeben. Die Welpen habe ihre Augen geöffnet! Ganz schnell war Bjoula, die uns bereits am 7. Tag mit offenen Augen überrascht hat. Sehr früh, denn üblicherweise erwartet man das Öffnen der Augen zwischen dem 10. und 14. Legbenstag. Außerdem bewegen sich die Welpen viel mehr, sie üben zu laufen und zu sitzen, sie kratzen sich und man merkt deutlich, dass sie mehr aus ihrer Umgebung wahrnehmen. Außerdem bewegen sich die Welpen viel mehr. Sie üben zu laufen und zu sitzen, sie kratzen sich und man merkt deutlich, dass sie mehr aus ihrer Umgebung wahrnehmen.
Etwas besorgt sind wir über die Gewichtszunahmen. So schön und ausgiebig wie Bassia säugt, müssten die Welpen schon viel mehr an Gewicht zugelegt haben. Bleibt also die Befürchtung, dass Bassia trotz unserer Bemühungen, ihr reichlich hochwertiges Futter und viel Wasser zur Verfügung zu stellen, nicht genug Milch für ihre fünf Welpen produziert. Wir haben nun schon einige Tage mit wechselnder Besorgnis unsere Gewichtstabelle verfolgt und uns nun entschlossen, wenigstens unserer Kleinsten jeweils einen Nachtrunk mit dem Fläschchen zu gönnen. Wider erwarten hat sie den Sauger sofort akzeptiert und saugt gierig die 30g Welpenmilch, die wir ihr so anbieten. Jetzt sind wir selbst gespannt, was dann die Waage in einigen Tagen anzeigt.
Rein äußerlich fällt bei den Welpen vor allem die Veränderung der Köpfe auf. Die kleinen Schnauzen formen sich aus, sie werden länger, der Oberkopf wölbt sich, so dass man zumindest ausschließen kann dass es sich z.B. um Mops-Welpen handelt
Welpenentwicklung – 3. Woche – 04.03. – 10.03.2007
Und tatsächlich findet in dieser Woche der Übergang zu vielen neuen Aktivitäten unserer Welpen statt: Durch die Festigung der Sinne, sowie die Steigerung der körperlichen Fähigkeiten, öffnen sich dem Welpen nun wieder neue Horizonte. So sehen wir jetzt öfter unsere kleinen Hundekinder, wie sie sich hinter dem Ohr kratzen, oder wie sie aus der sitzenden Position plötzlich losspurten, oder wie sie überhaupt erst Kontakte untereinander knüpfen. Es finden erste kleine Rangeleien statt. Ab und zu knurrt und bellt es im Welpenauslauf. Auch das Absetzen von Kot und Urin kann nun selbständig stattfinden, wobei uns Bassia noch immer den größten Teil der Reinigungsarbeit abnimmt.
Ein weiterer Grund für diese Art der Futtergewöhnung ist für uns, dass die Welpen hierbei schon sehr früh auf den Körperkontakt zum Mensch in einer äußerst angenehmen Form geprägt werden. Die die Übergangsphase, in der sie sich zu diesem Zeitpunkt befinden, läutet gleichzeitig auch die Prägephase ein, die in der Folgewoche beginnt.
Drei Tage nach der Einführung der Fleischfütterung gibt es dann auch mal eine Kostprobe Milchbrei. Auf einem kleinen Schälchen bieten wir den Welpen einen Welpenmilchbrei (Welpenmilch, gem. Haferflocken, ger. Apfel, etw. Honig) an. Bassienne wusste als erste, wie man diese Aufgabe meistert und hat brav von außen geschleckt, während die meisten ihrer Geschwister mittendurch gelaufen sind. Anschließend haben sie sich dann gegenseitig gesäubert und den Rest hat Bassia erledigt.
Wir haben in der 2. Woche über evtl. Milchleistungsprobleme, bzw. die mangelhafte Gewichtszunahme unserer Welpen berichtet. Dies hat sich nun als unbegründet erwiesen. Nachdem wir mit der Flaschenfütterung halbherzig begonnen hatten, stellten wir schon zwei Tage später fest, dass Bassia kurz vor einem drohenden Milchstau steht. Es ist also definitiv genug Milch da und daher bekommt nun nur noch die kleine Bassienne ab und zu ein wenig Welpenmilch aus dem Fläschchen zugefüttert. Allerdings gibt es auch bei ihr keinerlei Defizite – im Gegenteil – sie scheint besonders wuselig und lebhaft zu sein. Ganz getreu dem Motto: die Kleinen sind die Stärksten! Die Gewichtszunahmen bleiben im unteren Bereich, damit müssen wir in dieser Phase leben. Jedoch ist für uns vordergründig dass alle fünf Welpen aktiv und überaus fit sind, nach dem Säugen ziehen sie sich satt zurück, sie quengeln nicht und machen einen rundum zufriedenen Eindruck.
Wir haben allerdings auch dazugelernt und Bassia bekommt nun Unmengen von Flüssigkeit zugeführt, die wir auf alle erdenkliche Arten für sie schmackhaft machen. In der Regel wird ihr Trockenfutter mit viel Wasser übergossen, dann im Wechsel kommt ger. Apfel mit Honig dazu, Welpenbreipulver, Joghurt, Eigelb oder auch mal nur ein paar Tropfen hochwertiges Öl. So vorbereitet nimmt sie bei jeder Mahlzeit mind. 300ml Wasser auf – genug um ausreichend Milch zu produzieren.
Damit unsere Fünf nun für ihre vermehrten Aktivitäten auch den angemessenen Raum bekommen, haben wir wieder unseren Welpenauslauf im Wohnzimmer aufgebaut. D.h.: Sofa raus, Gummimatte rein, Holzumrandung einbauen und verschrauben, Tücher auslegen. Jetzt haben Sie erst mal 12m² für sich und können so ihrem Forscherdrang nachkommen.
Welpenentwicklung – 4. Woche – 11.03. – 17.03.2007
Wir sind in der Prägephase angelangt.
Jetzt gilt es, den Welpen positive Eindrücke zu vermitteln, auch von Dingen, die sie eigentlich als negativ einstufen würden. Das ist ja gerade der Sinn der Sache. Bis jetzt haben Sie noch keine Erfahrung mit der Einstufung “dieses finde ich blöd und jenes finde ich gut”. Es liegt an uns und später auch an den neuen Besitzern, hier die entsprechenden Maßstäbe zu setzen. Die neuen Erlebnisse müssen wohl dosiert präsentiert werden, damit die Welpen nicht überfordert sind.
Wir beginnen jetzt mit der Einführung von erweiterten Raumangeboten und von Geräuschen und Gegenständen. Alltägliche Geräusche, wie z.B. Staubsauger, Küchengeräte, Telefon, Türglocke, Rollladen, gehören hier ebenso zum Repertoire, wie z.B. abstrackte Dinge wie Trommel, Flöte, Rassel, usw. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, aber der Aufbau muss langsam gesteigert werden.
Die Welpen selbst agieren inzwischen sehr zielgerichtet. Sie kämpfen miteinander, spielen – vor allem mit Einsatz des Mauls. Sie tragen Gegenstände herum und fordern auch schon mal lautstark Aufmerksamkeit. Die Zähne sind durchgebrochen, entsprechend wollen sie alles mit dem Maul untersuchen und anknabbern. Sie können sich inzwischen hinter dem Ohr kratzen, sich schütteln, willkürlich mit dem Schwanz wedeln und sie können jetzt endlich auch losspurten, ohne umzufallen.
Nachdem wir in der letzten Woche die erste Breimahlzeit eingeführt haben, kam diese Woche nun mit der zweiten Breimahlzeit die dritte feste Nahrungsquelle ins Spiel. Es gibt jetzt Milchbrei, Welpenfutterbrei und Tartar. Die Mengen werden allmählich gesteigert, anfangs sind es nur Appettithappen, später dann ersetzen sie eine komplette Säugemahlzeit, damit die Welpen nach und nach entwöhnt werden und die Milchrückbildung bei Bassia ebenso allmählich abläuft.
Welpenentwicklung – 5. Woche – 18.03. – 24.03.2007
Unsere fünf Racker sind nun in einer äußerst aktiven Phase angelangt. Da wird gerannt, gesprungen und gekämpft. Teilweise muss man sie energisch zur Ordnung rufen. Aber jetzt lernen sie auch, wie weit sie gehen können. Wenn es beim gemeinsamen Spiel zu wild wird, dann quietscht es hier und da schon mal. Für den Spielpartner ist dies das Zeichen zum sofortigen Spielabbruch.
Inzwischen haben unsere Welpen auch die Katzenklappe in den Garten entdeckt und machen regen Gebrauch davon. Auch in den letzten kalten und noch einmal schneereichen Wintertagen sind sie gerne für ein kurzes Spiel nach draußen gegangen. Jetzt, da es den Anschein hat, dass es wieder Frühling wird, freuen jedenfalls wir uns, und begleiten die Meute wieder gerne nach draußen.
Da im Garten die reinen Erkundungsgänge jetzt weitestgehend abgeschlossen sind, werden wir nach und nach Veränderungen präsentieren. Darüber werden wir hier dann natürlich berichten. Bis jetzt gibt es im Garten einen Tunnel und eine kleine Wippe, die sie nach kurzer Eingewöhnung gerne selbständig begehen. Indoor haben wir wieder unseren Wackelteller aufgebaut und nach und nach wagen sie sich auch auf diesen wirklich äußerst wackeligen Gegenstand.
Unsere fünf werden stets mit einem markanten Lockruf zum Futternapf gerufen, dieser kann somit von den späteren Besitzern als “Notruf” verwendet werden. Sobald hier im Auslauf dieser Ruf ertönt, kommen sie aus allen Ecken hergelaufen, egal, ob sie gerade im Tiefschlaf waren, oder ins Spiel vertieft. Sowieso wuseln sie ständig um uns herum und auch Besucher werden freudig begrüßt.
Welpenentwicklung - 6. Woche – 25.03. – 31.03.2007
Allmählich bekommen wir einen Eindruck vom Temperament unserer Welpen. BeauJacques ist unser einziger Rüde und er füllt die ihm zustehende Rolle perfekt aus! Immer für Blödsinn zu haben wirkt er im Spiel mit seinen Schwestern gerne auch dominant. Wenn er sich jedoch ins Spiel vertieft und dazu noch die richtige Partnerin hat, so ist er ein absolut liebevoller und gleichwertiger Spielkamerad. Trifft er jedoch auf seine starke und ebenso wilde Schwester BelleFleur, so schenken sich die beiden nichts. Aus dem Spiel wird bald ein Dominanzkampf, den wir ggfs. sogar unterbrechen, da keiner von beiden gerne aufgibt.
Unsere ersten Ausflüge haben wir auch schon gemacht. Wir waren auf einer großen Wiese und in einem Waldstück – das war natürlich sehr aufregend. Außerdem haben wir die Welpen mit fließendem Wasser aus der Dusche vertraut gemacht. Natürlich ist BeauJacques mutig voran durch den Wasserstrahl gelaufen.
Welpenentwicklung – 7. Woche – 01.04. – 07.04.2007
Bei diesem wunderschönen Frühlingswetter trifft man uns kaum noch zuhause an. Sobald es unsere Zeit zulässt, schnappen wir uns alle Welpen und ab geht’s ins Grüne. Vorzugsweise auf unser unser großes Gartengrundstück – den holprigen Weg dorthin sind sie inzwischen längst gewöhnt, die Welpen wirft fahrtechnisch so schnell nichts aus der Bahn.
Auch mit Welpenbesuchern machen wir gerne Ausflüge, denn dann gibt es Helfer bem Gragen und Aufpassen. Die Welpen wiegen jetzt zusammen gut 15 kg – da schleppt man schon ordentlich dran! Im Wald verteilen sie sich inzwischen schon relativ weit, wenn der Forscherdrang mal wieder übermächtig wird. Auch hier wirkt unser gut geprägter Rückruf Wunder.
Wir haben immer unseren Spaß daran, das muntere Treiben in der Natur zu beobachten. An einem Wasserlauf wagte BeauJacques einen mutigen Sprung ans andere Ufer. Da hat er sich aber gewaltig verschätzt und landete *Plumps* mittenim Bach. Was haben wir über den kleinen verdutzten Kerl gelacht.
Welpenentwicklung – 8. Woche – 08.04 – 14.04.2007
Inzwischen erklimmendie Welpen auch größere Höhen. Im Klettergarten geht es vom Trampolin auf den Baumstamm und von dort entweder über eine schiefe Ebene nach unten oder den direkten Weg – sie können und wollen jetzt schon ganz ordentlich springen.
Nach wie vor sind die Spiele untereinander der Hit. Dem Bruder oder der Schwester schnell das Spielzeug geklaut, geht es in einer rasanten Jagd quer durch den Garten, unter dem Gitterrost hindurch, schnell durch den Stofftunnel für eine kurze Verschnaufpause im hohlen Baumstamm versteckt.
Dann schnell weiter in die gegrabene Höhle unter der Gartenbank flüchten, zum unvermeidlichen Rangeln um die begehrte Beute. Da geht es schon mal ordentlich zur Sache und die Kleinen müssen lernen, der Stärke liegt oben und als Schwächerer bin ich Klüger wenn ich klein beigebe.
Der vermeintliche Sieger trägt seine Trophäe stolz davon, nur um im nächsten Moment erneut attackiert zu werden.
Es ist wirklich eine Wonne, diesem bunten und wilden Treiben zuzuschauen. Wie im Kino. Rein zur Katzenklappe, eine wilde Runde im Wohnzimmer, mit einem gekonnten Hechtsprung wieder raus zur Katzenklappe – immer die wilde Schwester im Nacken!
Bereits Gewohnheit sind unsere Ausflüge in den Wald am Bach, oder auf unser großes Wiesengrundstück. Bei diesen sommerlichen Temperaturen zur Zeit, zieht es uns eher in den Wald und der Bach erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Auch das viele Laub, das dort noch liegt, lädt zu wilden Balgereien oder einfach zum Wühlen ein. Da kann man sich so richtig reingraben und man findet immer noch keinen harten Untergrund. Mit fünf Welpen ist man an solchen Orten allerdings schon ganz schön damit beschäftigt, alle beisammen zu halten.
Steile Abhänge oder Brücken, die wir in diesem tollen Waldstück aufgespürt haben, sind kein Problem. Leider aber die Zecken. Selbst unsere Welpen werden da nicht verschont und wir müssen sie nach diesen Ausflügen gut absuchen. Das werden auch die künftigen Besitzer weiterhin tun müssen, denn es wird in diesem Sommer sicherlich eine wahre Zeckenplage geben.
Weiterhin haben wir angefangen, die Welpen an die Leine zu gewöhnen. Anfangs nur mit einem kurzen Hin und Her vor dem Haus. Die neue Umgebung, die Trennung von den Geschwistern und vorbeifahrende Autos sind hier genug neue Eindrücke fürs Erste.
In dieser 8. Lebenswoche wurden die Welpen auch zum ersten mal geimpft und sie haben ihre elektronische Kennzeichnung mittels Mikrochip erhalten. Hierfür kommt der Tierarzt zu uns nach Hause, wodurch die ganze Prozedur etwas angenehmer wird.
Auch die Wurfabnahme durch einen Zuchtwart des Club Berger des Pyrénées fand in dieser Woche statt. Hierbei werden die Welpen begutachtet, gemessen und gewogen. Es wird geprüft ob alles da ist wo es hingehört und ob die Welpen z.B. im Laufen eine gute Schubkraft aus der Hinterhand und einen weiten Raumgriff aus der Vorderhand aufweisen. Diese Werte können dann später mit denen des ausgewachsenen Hundes verglichen werden und sind für den Züchter ein wichtiger Hinweis für seine züchterischen Leistungen.
Welpenentwicklung - 9. Woche – 15.04 – 21.04.2007
Wir machen weiter in unserem Sozialisierungs- und Prägungsprogramm. Neu ist, dass ich auf meinen morgendlichen Spaziergängen einen Welpen mitnehme. Hierfür verabrede ich mich mit div. anderen Hundebesitzern – die Welpen sollen schließlich auch andere Hundetypen kennenlernen. Selbstverständlich kennen wir alle diese Hunde, sie sind gut sozialisiert, gehen freundlich und zurückhaltend auf Welpen zu und sie sind gesund.
Welpenentwicklung – 10. Woche – 22.04 – 29.04.2007
Diese Woche wird die letzte sein!!!
Wie eine Drohung liegt dieser Gedanke über der ganzen letzten Woche, die wir inmitten unseres Rudels leben. Die vergangenen 10 Wochen waren wieder eine ganz besondere Erfahrung:
Angefangen mit der Spannung in den nächtlichen Geburtsstunden. Dann zu sehen, wie die Welpen alleine durch die Kraft der Muttermilch heranwachsen. Die tapsigen ersten Schritte und die unbeholfenen Fressversuche aus der ungewohnten Futterschüssel. Die neu erlernten Bewegungsabläufe – kratzen, schütteln, sitzen, rennen, losspurten – alles konnten wir genau beobachten und oft mussten wir darüber lachen und staunen.
Ebenso erstaunt uns auch bei unserem zweiten Wurf: wir geben nahezu stubenreine Welpen ab! In den letzten Wochen hatten wir vielleicht noch 2 – 3 Ausrutscher im Innenraum – wohl gemerkt pro Woche! Das haben wir sicherlich unserer Katzenklappe zu verdanken, denn damit verschaffen sich die Welpen zumindest tagsüber freien Gartenzugang. Auch im neuen Zuhause werden die Welpen deshalb gewohnt sein, gezielt zu einer Tür zu laufen und der aufmerksame Besitzer wird auf Notwendigkeit rechtzeitig in Kenntnis gesetzt. Aber nur kurz, dann heißt es schnell reagieren…
Viel Spaß hatten wir auch auf unseren vielzähligen Ausflügen auf unserem großen Gartengrundstück – hier haben wir auch viele gemütliche Stunden mit künftigen Welpenbesitzern verbracht – und in unserem bevorzugten Waldstück mit Bachlauf und kleinen Brücken – das hatte ich mir schon beim ersten Wurf gewünscht, was jedoch wegen der damaligen kalten Temperaturen nicht machbar war.
Meine letzten zwei Wochen waren ausgefüllt mit der Vorbereitung der Welpen auf eine zivilisierte Welt – Leine laufen, auch an unserer vielbefahrenen Hauptstraße, zeitweise auch bei Nacht, das war schon eine ganz schön unheimliche und aufregende neue Erfahrung für die Welpen. Auf eine Anfrage sei hier angemerkt: natürlich habe ich da die Welpen immer nur einzeln dabei – nicht alle fünf auf einmal!
Dann die Besuche im Hundeverein, Kontakte mit Besuchshunden und in der letzten Woche haben wir es noch geschafft, mit allen Welpen die Welpenspielstunde zu besuchen – auch das war sicher nochmal eine hilfreiche Erfahrung.
Und nicht zu vergessen meine Gassirunden mit Bassia und ein – zwei Welpen im Schlepptau, mit den Treffen erfahrener und gut sozialisierter Althunde aller Art, Größe und Farbe.
Und dann ist auch diese letzte Woche vorüber und es heißt Abschied nehmen – und wieder ist es uns allen gelungen – auch den Kindern – dies ohne Tränen zu überstehen. Wir haben wieder sehr nette Kontakte geknüpft, und haben bei allen Welpen ein wirklich gutes Gefühl – die ersten Berichterstattungen haben natürlich schon nach der ersten Nacht im neuen Heim stattgefunden und darüber freuen wir uns sehr. Wir werden uns mit allen wieder treffen, vielleicht Privat, vielleicht auf Ausstellungen, ganz sicher aber auf unserem jährlichen Treffen
derer von de l’amie à face rase.



